"Rhythmusmaschine der Fantasie"

rhythmusmaschine

Das Kunstprojekt „Rhythmusmaschine der Fantasie“ von Wolfgang Seitz, wurde im Sommer 2008 mit allen Schülern, Eltern und Lehrern der Freien Waldorfschule am Kräherwald in Stuttgart realisiert.

Das Projekt sollte Klassen übergreifend und alters unabhängig sein und die fast 1000 Schüler – vom Kindergarten bis zur Oberstufe – sowie ihre Eltern und Lehrer mit einbeziehen. Das Ziel war es, dass alle zusammen eine Rhythmusmaschine der Fantasie bauen und zu einem treibenden und lebendigen Motor dieser Idee werden und somit die Kraft und Energie für diese ganz besondere Maschine sind.

fantarhythmus

Das sammeln von Ideen und Materialien, praktisches Bauen sowie das erleben, wie durch die Kreativität und durch das gemeinsame Improvisieren und Experimentieren eine Maschine entsteht und angetrieben wird sollten Schüler mit ihren Lehrern und Eltern zusammen erfahren.

Wie sich die „Rhythmusmaschine der Fantasie“ – mit ihrer eigenen Dynamik und Energie – über eine Bauzeit von etwa 4 bis 6 Wochen im Sommer 2008 entwickelt und innerhalb der Schule, aber auch bis weit über die Schulgrenzen hinaus, nachhaltig zu spüren sein wird.

In der Schule wurden im Vorfeld in den Klassen bis zum Projektbeginn in den Fächern Werken und Handarbeit, Musik und Physik, Kunst und Computer, Töpfern, Schreinern und Schmieden Ideen gesammelt und so das ganze Projekt schon vorbereitet und in den Unterricht mit integriert.

Zuhause konnten Eltern, Großeltern und Freunde gemeinsam Ideen entwickeln, bauen und zeichnen und sich gemeinsam überlegen, wie die Maschine mit Fantasie in Bewegung gesetzt werden kann.

Alle zusammen sammelten Ideen und Materialien, suchten nach Verbindungen und Lösungen um die „Rhythmusmaschine der Fantasie“ zum Laufen zu bringen und eine Rhythmusmaschine mit ihrem ganz eigenen Klang zu bauen.

Als Kraftquelle der Maschine sollte „das Fahrrad“ dienen, von dem aus alles mit Ketten und Stangen, Riemen und Seilen angetrieben und bewegt werden sollte.

Durch die Ideen aller sollte diese Maschine zum laufen gebracht werden und am Ende ein farbenfrohes Erlebnis für alle sein.

Materialien wie alte Fahrräder, Rollschuhe, Dreiräder oder Kinderwägen und vieles mehr wurden von den Eltern gesammelt und zur Verfügung gestellt. Aus den fast 50 Kubikmeter Material wurde die 20 m lange Rhythmusmaschine der Fantasie über 7 Wochen hinweg täglich in meinem Atelier , in der Nordbahnhofstraße in Stuttgart gebaut.

Das Projekt „ Rhythmusmaschine der Fantasie“ ist auf eine Ausschreibung der Robert-Bosch-Stiftung im Jahr 2007 hin entstanden, die – zur Förderung der Kreativität – unter dem Titel „Kunststück“ nach Kunstprojekten an Schulen in Zusammenarbeit mit Künstlern suchte. Mein eingereichtes Projekt „Rhythmusmaschine der Fantasie“ wurde gemeinsam mit 30 weiteren aus einigen hundert in Baden Württemberg ausgewählt und wurde durch die Bosch-Stiftung gefördert